{"result":[{"id":103041,"eu_guid":"urn:lsid:faunaeur.org:taxname:97276","name_wissenschaftlich":"Parus major","name_deutsch":"Kohlmeise","artengruppe":"V\u00f6gel","gid":6,"is_animal":true,"art_id":null,"sensibel":false,"oekologie":null,"lebensraum":"Br\u00fctet in nahezu allen Habitaten mit Baum- und darin H\u00f6hlen-Bestand, mit Vorliebe f\u00fcr lichten Mischwald. Bei Nist\u00adh\u00f6hlen-Angebot und bei ausreichender Nahrung auch in baumarme Gebiete vordringend, dabei auch gerne in Sied\u00adlungen des Menschen. Der aus Energie- Gr\u00fcnden inzwischen weitreichende W\u00e4r\u00admeschutz von Geb\u00e4uden hat die Zahl von Nischen und H\u00f6hlungen stark reduziert. Auch \u00e4lterer Baumbestand mit H\u00f6hlun\u00adgen f\u00e4llt heute aus Sicherheitsgr\u00fcnden meist bald der S\u00e4ge zum Opfer. Insofern sind Kohlmeise wie auch etwa Blaumeise f\u00fcr ein Angebot an k\u00fcnstlichen Nisth\u00f6h\u00adlen sehr dankbar. Die Kohlmeise streift au\u00dferhalb der Brutzeit gerne in gemisch\u00adten Kleinvogel-Schw\u00e4rmen umher, z.B. mit anderen Meisen-Arten in W\u00e4ldern. Im Winter ist sie regelm\u00e4\u00dfig Gast an Fut\u00adterh\u00e4usern. In eiligem An- und Wegflug holt sie Sonnenblumenkerne und \u00f6ffnet sie, in Deckung mit den Zehen an einem \u00c4stchen festgeklemmt, durch mehrfa\u00adches kr\u00e4ftiges Zuschlagen mit dem spit\u00adzen Schnabel.","vegetative_merkmale":null,"bluetenmerkmale":null,"bluetezeit":null,"gefaehrdung":"Nat\u00fcrliche Verluste meist aufgrund von K\u00e4ltewintern und ung\u00fcnstiger Witterung w\u00e4hrend der Brutzeit sowie durch Beutegreifer.","ueberregionale_verbreitung":"Von NW-Afrika \u00fcber W-Europa bis zum Pazifik \u00fcber die n\u00f6rdliche, gem\u00e4\u00dfigte bis zur tropischen Zone in Indien, im Tiefland bis zur Berglage weit verbreitet. In Mitteleuropa die h\u00e4ufigste Meisenart. Der europ\u00e4ische Gesamtbestand wird sehr grob auf 37 - 52 Mio. BP gesch\u00e4tzt und als stabil gewertet (HAGEMEIJER & BLAIR 1997).","nahrung":"\u00dcberwiegend kleine Gliederf\u00fc\u00dfer unterschiedlicher Arten. Ab Sp\u00e4tsommer S\u00e4mereien, Bucheckern, auch Beeren und Obst. Im Winter an Futterstellen, pickt im Fr\u00fchjahr auch Knospen.","quelle":null,"fortpflanzung":"H\u00f6hlenbr\u00fcter. Alle m\u00f6glichen H\u00f6hlentypen, bis hin zu Briefk\u00e4sten und Spalten in Fels oder Gem\u00e4uer, werden angenommen. Bei Bedarf werden morsche Baumh\u00f6hlen durch Schnabelbearbeitung erweitert. Neststandort zwischen 0,5 und 10 m H\u00f6he. Nestbaumaterial Moos, mit dicker, aus Tierhaaren zusammengesetzter Mulde. Eiablage in Ausnahmejahren ab Ende Februar, sonst witterungsabh\u00e4ngig oft erst ab Ende M\u00e4rz (BEZZEL 1993). Gelegegr\u00f6\u00dfe 8 - 12, meist 7 - 10 Eier. Anzahl der Eier korreliert mit der Brutraumgr\u00f6\u00dfe, weshalb Nistk\u00e4sten oft mehr Eier enthalten als Naturh\u00f6hlen (L\u00d6HRL 1973, zit. nach BEZZEL 1993). Brutdauer 13 - 14 Tage, Nestlingsdauer 18 -21 Tage. Ein - zwei Jahresbruten. Ein Teil der Zweitbruten und wohl alle Nachgelege erfolgen in neuen Nesth\u00f6hlen.","verhalten":"Tagaktiv. Bei der Nahrungssuche in Str\u00e4uchern und B\u00e4umen weniger weit au\u00dfen suchend als andere Meisenarten. Sucht auch Boden (Falllaub) ab. In der Brutzeit territorial, sonst auch kleine Trupps bildend. Im Winter \u00dcbernachtung einzeln in Schlafh\u00f6hlen, wobei das M\u00e4nnchen sein Weibchen zu dessen Schlafh\u00f6hle begleitet und es morgens dort abholt. Dies soll Fremdkopulationen verhindern, da ab Ende Winter Kopulationen fast ausschlie\u00dflich morgens erfolgen (MACE 1988, zit. nach BEZZEL 1993).","schutzwuerdigkeit_und_schutzstatus":null,"verwechslungsgefahr":{"art":[{"aid":103043},{"aid":103039}],"foto":[{"uri":"https:\/\/arteninfo.net\/elearning\/voegel\/get_image\/3428","autor":"R.Roessner","lizenz":"CC BY-NC-SA 4.0","bildunterschrift":"Tannenmeise im Vergleich: viel kleiner, kein gelb, kein blau"},{"uri":"https:\/\/arteninfo.net\/elearning\/voegel\/get_image\/3429","autor":"R.Roessner","lizenz":"CC BY-NC-SA 4.0","bildunterschrift":"Blaumeise im Vergleich: blaue Kappe, kein schwarzes Band am Bauch, deutlich kleiner"}],"beschreibung":null},"foto":[{"uri":"https:\/\/arteninfo.net\/elearning\/voegel\/get_image\/1646","autor":"R.Roessner","lizenz":"CC BY-NC-SA 4.0","bildunterschrift":"M\u00e4nnliche Kohlmeise mit breitem, durchgehendem schwarzem Band am Bauch"},{"uri":"https:\/\/arteninfo.net\/elearning\/voegel\/get_image\/1647","autor":"R.Roessner","lizenz":"CC BY-NC-SA 4.0","bildunterschrift":"Weibliche Kohlmeise mit schmalem schwarzem Band"},{"uri":"https:\/\/arteninfo.net\/elearning\/voegel\/get_image\/1648","autor":"R.Roessner","lizenz":"CC BY-NC-SA 4.0","bildunterschrift":"Kohlmeise, Jungvogel"},{"uri":"https:\/\/arteninfo.net\/elearning\/voegel\/get_image\/3425","autor":"R.Roessner","lizenz":"CC BY-NC-SA 4.0","bildunterschrift":"R\u00fcckenansicht"},{"uri":"https:\/\/arteninfo.net\/elearning\/voegel\/get_image\/3426","autor":"R.Roessner","lizenz":"CC BY-NC-SA 4.0","bildunterschrift":"Weibliche Kohlmeise im Flug"},{"uri":"https:\/\/arteninfo.net\/elearning\/voegel\/get_image\/3427","autor":"R.Roessner","lizenz":"CC BY-NC-SA 4.0","bildunterschrift":"M\u00e4nnliche Kohlmeise mit breitem schwarzem Band am Bauch"}],"regionale_verbreitung":"Mehrere tausend Meldungen seit 2010 in Rheinland-Pfalz belegen, dass die Kohl\u00admeise ein regelm\u00e4\u00dfiger und sehr h\u00e4ufi\u00adger Brut- und Jahresvogel in geeigneten Lebensr\u00e4umen in allen Landesteilen ist. Sie ist ein typischer Standvogel, der sich das ganze Jahr \u00fcber im gleichen Gebiet aufh\u00e4lt. Im Winter kommen auch Durch\u00adz\u00fcgler in Rheinland-Pfalz vor."}]}